Der neue Gigabit-Service beweist, dass DSL noch nicht tot ist - Rechnen - 2019

Anonim

DSL hat einen schlechten Ruf. Nach einem Höhepunkt vor etwa einem Jahrzehnt hat die Technologie langsam aber sicher einen verlorenen Kampf gegen Kabel- und Glasfaser-Internet gewonnen, die in den meisten Situationen wesentlich bessere Geschwindigkeiten bieten. Dies zwang DSL in die wenig beneidenswerte Rolle der "Budget-Option". Viele Leute haben es immer noch, aber nur, weil es ihnen nicht wichtig ist, etwas schneller zu bezahlen.

Jetzt hat die International Telecommunication Union einen neuen DSL-Standard verabschiedet, der Gigabit-Geschwindigkeiten unterstützt. Passend dazu heißt G.fast (das G ist für Gigabit, natürlich), der Standard huckepack die kontinuierliche Einführung von Glasfaser in neuen Bereichen, aber es ist keine vollständige Faserlösung. Kupfer ist immer noch der letzte Träger von Daten für Kunden.

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Der Standard kann Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit über bestehende Telefonleitungen bieten, solange ein Kunde innerhalb von 400 Metern von einem "Verteilungspunkt" lebt. Die Hardware, die als solche dient, ist klein genug, um auf einen Telefonmast zu passen und bestehende Infrastruktur aufzurüsten sollte einfach sein, sobald die Faser herausrollt.

G.fast ist in städtischen Gebieten am attraktivsten. Die Verkabelung dieser Orte für die Faser kann sich als schwierig erweisen, da die Kunden so dicht gepackt sind und die Installation von Fasern sich ihren Weg durch ein Labyrinth von bestehenden Infrastrukturen für Wasser-, Strom- und Telefondienste bahnt. Mit G.fast muss ein Provider nur ein begrenztes Glasfaser-Backbone installieren, was die Kosten drastisch senkt. Und wie bei bestehendem DSL können Kunden den Service ohne die Hilfe eines Technikers einrichten.

Die ITU erwartet, dass G.fast bis Ende 2015 zum ersten Mal in Betrieb gehen wird. Wo es sein wird, ist noch nicht bekannt, aber ein großes, dichtes Stadtgebiet mit einem bestehenden Kupferdraht-Netzwerk ist ein Kandidat. Und Gigabit-Geschwindigkeiten sind vielleicht nur der Anfang. Alcatel-Lucent arbeitet an einer Version namens XG.FAST, die bis zu 10 Gbit / s erreichen kann, allerdings nur innerhalb von 30 Metern eines Verteilungspunkts.

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